Liebe Freunde des Tarock,
das Warten hat bald ein Ende und wir können euch die Termine und Locations für den „Mostviertler Tarockcup“ bekannt geben.
Doch vorab noch einiges Formelles.

  1. Anmeldung
    Wichtig:
    Jeder Spieler muss sich vorab oder spätestens vor Turnierstart anmelden.

    Hierzu steht ein Anmeldeformular zur Verfügung, dass am Spieltag aufliegt oder hier auf der
    Website heruntergeladen werden kann.gespeichert werden kann.
    In diesem Fall bitte wir, das Formular ausgefüllt zum Turnier mitzubringen.
  2. Regelwerk
    Bei jedem Turnier gelten verbindliche Regeln, die unbedingt einzuhalten sind.
    Da es unterschiedliche Tarock-Cups gibt, empfehlen wir dringend, das Regelwerk des „Mostviertler Tarockcup“ sorgfältig durchzulesen.

    Bei Fragen oder Unklarheiten stehen wir gerne per E-Mail zur Verfügung:
    📧 obmann@mostviertler-tarock.at
  3. Allgemeines

    Speisekarte
    • Man muss in jedem Spiel ein optimales Ergebnis angestrebt werden, andere Spielziele sind unzulässig. 
    • Es wird um Geld (1 Punkt = 1 Cent) gespielt. Die Ergebnisse der Spiele werden in einer Liste vermerkt und der Endstand wird am Schluss beglichen (Ausnahme Kontra – siehe dort).
    • Der alte Geber sammelt am Ende des Spiels die Karten ein, mischt gründlich und übergibt das Paket an den neuen Geber. Dieser mischt ebenfallsgründlich. Das Gegenüber des Gebers hebt ab. Klopfen ist verboten. 
    • Gespielt wird gegen den Uhrzeigersinn.
    • Bei positiven Spielen spielt die Vorhand aus, bei negativen der Spielersteher.
    • Zum Gewinn eines positiven Spiels braucht man 35/2.
    • Jedes Spiel muss gespielt werden. Ein Blatt ohne Tarock und Könige wird nicht zusammengeworfen.
    • Es gibt keine Verdoppelungsradeln, sei es nach Mondfang, Trischaken oder Nullrunde.
    • Trullstücke und Könige dürfen nie verlegt werden, andere Tarock nur offen (außer bei Farbenspielen).
    • Man darf während des Spieles keine abgelegten Stiche ansehen.
    • Zur Renoncekontrolle wird die Ablage vor Zählung offen hergezeigt.
    • Die Stiche bleiben beim jeweiligen Spieler liegen, bis gezählt wird.
    • Märchenstich: Fällt die Trull in einem Stich, sticht immer der Pagat (bei Farbspielen nur, wenn Tarock ausgespielt worden ist). Dies zählt, abgesehen von der gewonnenen Trull, nicht als Prämie.
    • Vorhand und Lizit 
    • Die Vorhand sagt  Vorhand!  oder ein Lizitspiel. Wenn im ersteren Falle alle anderen Spieler  Weiter!  gesagt haben, kann die Vorhand auch ein Vorhandspiel spielen. Sie darf ein lizitiertes Spiel nicht übernehmen.
    • Abgeben der Vorhand ist unzulässig. 
    • Wer bei Lizit des Spiels einmal  Weiter!  gesagt hat, kann kein Spiel mehr lizitieren.
    • Wer nicht überboten wurde, darf sich nicht selber überlizitieren.
    • Nach Ablage darf jeder Spieler so lange Prämien und Kontras ansagen, bis dreimal  Gut!  kommt. 
    • Bei Negativspielen wird einzeln nach der Reihe kontriert.
    • Beim Sechserdreier wird der Talon verdeckt aufgenommen.
    • Trischaken
    • Es wird mit Stichzwang gespielt. Abgesehen vom Pagat als letztes Tarock herrscht Ausspielfreiheit.
    • Der Talon wird einzeln zu den ersten 6 Stichen zugeworfen.
    • Für alle Spieler gibt es 4 mögliche Spielausgänge:
      • Jungfrau – kein Stich
      • Unterwertiger – höchstens 17/1
      • Oberwertiger – 17/2 bis 35/1
      • Bürgermeister – 35/2 und mehr
    • In der Abrechnung zahlt spielerweise:
      • Unterwertiger: 10 an Jungfrau
      • Oberwertiger: 10 an Unterwertigen, 20 an Jungfrau
      • Bürgermeister: 10 an Oberwertigen, 20 an Unterwertigen, 30 an Jungfrau
    • Jungfrauenansage und Kontra sind nicht möglich.
    • Bei Renonce zahlt der Renoncespieler an jeden 30 Cent.
    • Ruferspiele
    • Ein Spieler mit 3 Königen darf Den vierten! rufen. Hat ein Spieler alle 4 Könige im Blatt, kann er eine Dame rufen. Sie kann nicht ultimo gespielt werden.
    • Besserrufer: Es ist zulässig, mehrere Besserrufer anzusagen. In diesem Falle sagen die Spieler ihre Vögel vor dem Rufen. Der höchste Vogel spielt.
    • Liegt der gerufene König, kann man die Hälfte frei wählen (und ev. kontriert werden) oder aufgeben. Beim Besserrufer ist in diesem Falle der kleinste Vogel im Blatt zu zahlen.
    • Solorufer: Liegt der gerufene König, erhält der Spieler die Talonhälfte mit dem König. Kontras zählen dann nicht.
    • Farbenspiele
    • Farbenspiele gehören zu den positiven Spielen. Daher spielt die Vorhand aus.
    • Außer Königen und Trullstücken darf alles verlegt werden, Farbkarten aber offen.
    • Alle Spieler dürfen erst dann Tarock ausspielen, wenn sie keine Farbkarten mehr haben. 
    • Kann ein Spieler eine Farbe nicht bedienen, muss er Tarock zugeben, die aber nicht stechen.
    • Es besteht kein Stichzwang. Als Prämien gelten nur: Valat, Absolut, Grammopoi und 4 Könige.
    • Negativspiele
    • Negativspiele sind: Trischaken, Piccolo, Bettler, Piccolo ouvert und Bettler ouvert.
    • Es gilt Stichzwang. Liegen Mond und Pagat, muss der Gstieß nicht dazugegeben werden.
    • Der Pagat darf nur als letztes Tarock gespielt werden, außer es gilt Stichzwang beim Märchenstich.
    • Ouvert: Alle Spieler legen nach dem ersten Stich ihre Karten auf. Die Gegner dürfen sich nicht beraten.
    • Jegliche Beeinflussung des Spiels eines Mitgegners sei es durch Kommentare, Gesten oder Blicke ist nicht erlaubt und muss als Renonce gewertet werden.
    • Gleiche Negativspiele können bis zu 3mal Bei gespielt werden. Ihr Wert wird für das Lizit aufaddiert. Wenn er über einem dazwischen lizitierten Spiel liegt, kann es überboten werden (z. B. Piccolo, Solo, Piccolo bei). Ist der Wert gleich dem des Einzelspiels, stich dieses. Der erste Spielersteher spielt aus.
    • Prämien
    • Ein Spieler darf König ultimo und Vögel nur dann ansagen, wenn er die jeweilige Karte im Blatt hat.
    • Alle Prämien gelten heimlich jeweils die Hälfte. In Solospielen gelten alle Prämien außer dem Valat doppelt.
    • Bei der Prämienansage wird nicht deklariert, von welcher Seite sie erfolgt. Stellt sich am Ende heraus, dass sich Partner unwissentlich kontriert haben, zählt dies nicht.
    • Hat man einen Vogel (oder König ultimo) angesagt, muss man immer versuchen, die entsprechende Karte zum vorgeschriebenen Stich zu spielen. Wurden sie in ebendiesem blockiert, können sie danach nach Belieben gespielt werden. Wenn ein Vogel geopfert werden muss, sind die höheren zuerst aufzugeben.
    • Mondfang wird zwischen den Spielparteien abgerechnet. Mondfang unter Partnern zählt nicht. Wird der Mondfang angesagt, obwohl der Partner ihn hält, ist die Ansage hinfällig.
    • Ansage/Gewinn des Grammopoi bedingt selbiges für den Absolut. Bei Kontra ist es umgekehrt.
    • Valat: Spielprämien zählen, Materialprämien aber nur, wenn für die Valatseite verloren.
    • Kontra
    • Kontra (2fach) und Re (4fach) ist möglich bei allen Spielen außer Trischaken. Es zählt bei positiven Spielen für die Partei, bei negativen individuell. Rekontra gilt im letzteren Fall für die Kontras aller Spieler.
    • Kontra und Re wirken sich nicht auf die Punktewertung aus und werden sofort ausbezahlt.
    • Renonce
    • Bei Renonce muss man an alle anderen Spieler bezahlen, als ob sie Spiel und angesagte Prämien gewonnen hätten, sowie beim Spielabbruch bereits erzielte stille Prämien an den, der sie gemacht hat. 
    • Renonce ist: Regelwidriges Ausspielen/Zugeben, Verlegen von falschen Karten, einer falschen Anzahl, regelwidrig verdecktes Verlegen, Selbstrufen, Ansage von Vögeln/König Ultimo, wenn die Karte nicht im Blatt ist, Ansage des Mondfangs, wenn man ihn selber hat und spielentscheidendes Vorwerfen und Reden.
    • Wer voreilig (noch bevor alle Mitspieler Weiter! gesagt haben) einen König ruft oder nach dem Talon greift, soll von den Mitspielern darauf aufmerksam gemacht und gestoppt werden. Nur wenn ein Mitspieler, der noch im Lizit steht, einen Schaden nachweisen kann, ist das voreilig lizitierte Spiel als Renonce zu zahlen.
    • Wenn der falsche Spieler ausspielt, sollt er von den Mitspielern darauf aufmerksam gemacht und gestoppt werden. Auch hier gilt, dass das Spiel nur als Renonce gewertet wird, wenn ein Mitspieler einen spielentscheidenden Schaden nachweisen kann.
    • Wer ohne Vogel Besserrufer lizitiert, zahlt an jeden Mitspieler 30 Cent, auch wenn der Besserrufer durch ein anderes Spiel überlizitiert und dieses gespielt wurde. Ist letzteres ein Ouvert-Spiel, so kann der Spieler nach Erkennen der Renonce selbständig entscheiden, ob er das Ouvert-Spiel zu Ende spielen möchte.
    • Wird eine Ansage zum falschen Zeitpunkt gespielt, so ist das Spiel als Renonce zu werten.
    • Wird ein falsches Geben der Karten vor dem Ende der Lizitation bemerkt, ist das Geben straffrei zu wiederholen. Sonst ist für den/die Spieler mit der falschen Kartenanzahl eine Renonce zu werten.
    • Wenn ein/e Spieler/in während eines Turniers aufhört zu spielen oder ein/e andere/r Spieler/in für diese/n weiterspielt, so werden beide Spieler/innen vom Mostviertler Tarockcup gänzlich ausgeschlossen. 
    • Im Zweifelsfalle, ob Renonce vorliegt, entscheidet der Schiedsrichter.

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